Tagebuch

Hier gibt es immer wieder  Tagebucheinträge. In diesen erzähle ich alles rund um das Schreiben an diesem Buch.

Du kannst mir gerne ein Feedback zu den Tagebucheinträgen schreiben, damit diese besser werden. Beantworte einfach die Fragen des Feedbackbogens. 

Feedbackbogen:

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  • nilsoelfke

Das größte Problem eines Autoren heißt Zeit- Woche 21


„Auf geht’s, an die Arbeit.“

Ich sitze vor meinem Laptop, es ist 10:06 und ich arbeite seit zwei Stunden und sechs Minuten. Drei weitere werden folgen- wenn alles nach Plan läuft.

„Was soll ich diesmal schreiben?“

Krampfhaft suche ich nach einem guten Einstieg, der einen spannenden Tagebucheintrag garantiert. Schließlich entscheiden die ersten zwei, drei Sätze, ob man weiterliest oder nicht.


Als (guter) Autor schafft man es, Zeitpläne einzuhalten.

Ich bin weit davon entfernt.


„Soweit so gut, aber was ist denn das hier für ein Einstieg. Lösch diese dämliche Einleitung. SOFORT!“

Meine innere Stimme ignorierend gleitet mein Finger nicht auf die Taste über dem Enter, um den Text zu löschen. Ich überzeuge meinen inneren Kritiker, dass ich am Anfang meiner Schriftstellerkarriere stehe und mich ausprobieren darf. Auch schlechte Einstiege in einen Tagebucheintrag dürfen dazugehören. Aus Fehlern lernt man ja.


Bestes Beispiel ist letzte Woche, wo ich kein Tagebucheintrag veröffentlich habe, weil mir die Zeit fehlte. Außerdem wartet ein anderer Autor seit Wochen darauf, eine Kritik zu seiner Geschichte von mir zu bekommen. Wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass er mir bei meinem Buchprojekt hilft, wenn ich im im Gegenzug Feedback zu seiner (200-Seiten-langen) Geschichte gebe.


„Naja, wenn der Leser bis hierhin gelesen hat, war es gar nicht so schlecht, dann hast du dein Ziel erreicht.“


Meine Liste an Dingen, welche ich längst erledigt haben sollte, füllt mehrere Seiten. Deshalb freue ich mich umso mehr, das mein Team an Helfern und Unterstützern wächst:


„Jetzt fang endlich an und rede nicht um den heißen Brei herum.“

Ich sitze vor meinem Laptop. Es ist 10:26 und ich arbeite seit 20 Minuten an der Einleitung. Mein Ziel, um 13 Uhr andere Dinge zu tun, als sich um mein Buch zu kümmern, scheint unerreichbar.


1. Vier Menschen entwickeln jeweils ein Volk meiner Fantasiewelt, stecken ihre Fantasie und Leidenschaft in dieses und nehmen mir so einen riesigen Teil Arbeit ab- ohne dafür Geld oder anderes zu verlangen.


2. Testleser sind der Spiegel meines Buches. Ihre Kritik zeigt mir, ob ich einen spannenden oder einen langweiligen Text geschrieben habe. Mein Motto: Je mehr Testleser, desto besser.

Vor wenigen Tagen checkte ich meine E-Mails. Der Betreff einer E-Mail war „Kritik zu deinem Prolog“. Ich klickte auf diese E-Mail und wie sich herausstellte, hatte mir jemand ein detailliertes Feedback zu meinem Prolog geschrieben. Außerdem bot mir die Person an, dass sie weitere Texte von mir kritisieren würde.

Mit dieser E-Mail habe ich einen Testleser gewonnen!


3. Ich bin Mitglied im DSFO-Forum, dem Deutschenschriftstellerforum. Dort kann ich Texte reinstellen, Fragen stellen und mich mit anderen Autoren austauschen. Dabei profitiere ich von dem Erfahrungsschatz der vielen Schriftsteller dort. So wurde meine Frage, wie oft man das Wort „und“ in Texten verwenden sollte, von sieben verschiedenen Autoren beantwortet.


Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Aufteilung der Arbeit, Früchte trägt. Gerade die Tatsache, dass ich mein Augenmerk auf andere Dinge als die Entwicklung der Völker meiner Fantasiewelt richten kann, wird mir (hoffentlich) die Zeit geben, um vernachlässigte Aufgaben zu beenden.


Unzählige Korrekturen später bin ich mit dem Tagebucheintrag fertig. Ich atme ein paar Mal tief durch, um den Stress des Schreibens abzuschütteln.

Schreiben ist nicht nur leicht und schön, sondern auch anstrengend. Mein eigener Kritiker findet in jedem Wort einen Fehler, jeder Satz wird überdacht und manchmal erkennt man am Ende den Text vom Anfang nicht mehr wieder.


Nächste Woche werde ich davon berichten, wie und an was ich in den nächsten zwei Monaten arbeiten werde. Außerdem erfahrt ihr, wie ich bei meiner Zugfahrt (versehentlich) schwarzgefahren bin und dies zu einigen Problemen geführt hat.


Puh. Gleich werde ich zur Belohnung die Sonne genießen.“

Es ist 14:31 und in 29 Minuten möchte ich den Tagebucheintrag hochladen. Danach werde ich mir eine Pause gönnen.


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Spiel zwischen Licht und Dunkelheit

Die Bücherreihe "Spiel zwischen Licht und Dunkelheit" ist ein gemeinnütziges Projekt.

Voraussichtlich 2021 wird Band 1 veröffentlicht.

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